Ein Haus als Museum: Die Glasfreunde aus Boffzen hatten auf allen Etagen des aufwändig restaurierten Fachwerkhauses viel zu entdecken. Foto: Brigitta Waske
Einen beeindruckenden Einblick in die Geschichte des Sollings erhielten die Mitglieder des Freundeskreises Glas aus Boffzen bei ihrem Besuch im Historischen Museum Hellental. Museumsleiter Dr. Klaus A. E. Weber führte die Gruppe persönlich durch das „Regionale LandMuseum für Geschichte, Archäologie und Alltagskultur“ und berichtete von der behutsamen Restaurierung des historischen Fachwerkhauses mit regionalen Handwerkern. Ein besonderer Meilenstein war 2025 die Auszeichnung des Museums mit dem Museumsgütesiegel durch den Museumsverband Niedersachsen/Bremen.
Die liebevoll zusammengestellte Ausstellung weckte bei den Glasfreunden zahlreiche Erinnerungen an das frühere Leben auf dem Land. Die Exponate veranschaulichen eindrucksvoll den arbeitsreichen Alltag mit Landwirtschaft, Viehhaltung und Hausschlachtung.

Museumsleiter Dr. Klaus A. E. Weber (Mitte) im Gespräch mit Dr. Ian Gatfield und dem Vorsitzenden des Freundeskreises Glas, Walter Waske. Foto: Brigitta Waske
Ein Schwerpunkt der Führung Webers lag natürlich auf der Geschichte der Waldglashütten im Solling. Anschaulich wird im Museum dargestellt, welche Bedeutung die Glasherstellung für die Region hatte und wie eng sie mit den reichen Waldvorkommen verbunden war. Holz als Brennstoff und Pottasche aus Holzasche waren unverzichtbare Grundlagen der Glasproduktion und machten den Solling über Jahrhunderte zu einem bedeutenden Standort der Waldglasherstellung. Für den Freundeskreis Glas war dieser Teil der Ausstellung von besonderem Interesse, zumal sie auch einige Gläser aus Boffzen aus der Produktion von Noelle & von Campe sowie der Georgshütte entdecken konnten.
Alle Glasfreunde waren sich einig: Das Museum vermittelt regionale Geschichte lebendig, authentisch und mit Leidenschaft – ein Besuch lohnt sich sehr.










Impressionen aus beiden Ausstellungshäusern, aufgenommen im Mai 2025 von Stefanie Waske.
